Fondsgebundene Lebensversicherung

Eine fondsgebundene Lebensversicherung setzt im Gegensatz zur klassischen Kapital-Lebensversicherung vorwiegend auf Investmentfonds anstelle von festverzinslichen Anlagen. Hiermit geht das Risiko der Kapitalanlage auf den Versicherungsnehmer über.

Auch bei der Fonds-Police ist eine finanzielle Absicherung im Todesfall gegeben, allerdings wird diese Art der Lebensversicherung vom Verbraucher eher als steuerlich begünstigte Kapitalanlage genutzt. Zur steuerlichen Anerkennung muss folgende Bedingung erfüllt sein: die ausgezahlte Summe im Todesfall muss 60 Prozent der über die Versicherungslaufzeit eingezahlte Summe an Beiträgen ausmachen.

Fondsgebundene Lebensversicherungen werden in der Regel über einen sehr langen Anlagezeitraum von mindestens 12 Jahren abgeschlossen Aufgrund der langen Laufzeit kann somit trotz Kursschwankungen eine höhere Rendite gegenüber der klassischen Kapital-Lebensversicherung erreicht werden.

Allerdings ist der Versicherungsnehmer nicht vor erheblichen Verlusten durch einen Börsencrash gegen Ende der Vertragslaufzeit gefeit. Nach Ablauf der Versicherung werden lediglich die Tageskurse der Fondsanteile ermittelt und diese Gewinnsumme an den Versicherungsnehmer ausgezahlt.

Kapitalverfügung fondsgebundener Lebensversicherung

Eine vorzeitige Verfügung über das Kapital ist bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung möglich. Hierzu wird der aktuelle Tageswert der Fondanteile ermittelt und an den Versicherungsnehmer ausgezahlt.

Alternativ kann der Versicherte sich die Fondsanteile in ein Depot stellen lassen und vor Verkauf der Anteile weitere Kurserhöhungen abwarten.

Der Auszahlungsbetrag im Todesfall kann bei der fondsgebundenen Lebensversicherung höher als die im Vertrag festgehaltene Versicherungssumme ausfallen, nämlich dann, wenn das Fondsguthaben den vereinbarten Versicherungsbetrag übersteigt.

In diesem Fall kommt es stattdessen zur Auszahlung des höheren Fondsbetrages.